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Rogan: "Für EM-Bronze habe ich selten so hackln´ müssen"

OSV-Powerplay am 3. Tag der Schwimm-EM in Debrecen: Markus Rogan gewinnt Bronze über 200m Lagen (1:59.39), Dinko Jukic zieht als Halbfinal-Dritter mühelos in den Endlauf über 200m Schmetterling ein und Lisa Zaiser schlägt im Semifinale über 200m Lagen als 10. an.

Smiling: Markus Rogan

Gold ist am schönsten, mit Silber lässt es sich leben, und wenn's nicht anders geht, ist auch Bronze noch in Ordnung. Für den erfolgsverwöhnten Markus Rogan glänzt nach dem 200m Lagen Finale Bronze wie Gold. „Es war die schwerste EM-Medaille. Ich glaube, in meiner Karriere bin ich mir oft selbst im Weg gestanden – in erster Linie mein Ego und mein Hirn haben es mir nicht einfach gemacht. Heute habe ich alles gebraucht, um Bronze zu gewinnen“, sagt Rogan. „Alles brauchen“ wird Österreichs bester Schwimmer auch in London, bei den Olympischen Spielen. „Ich brauche die ideale Vorbereitung, das beste Training, die größte Ruhe und Glück. Es muss wirklich alles perfekt laufen, um eine kleine Chance zu haben.“

Finale – 200m Lagen
Gold: CSEH Laszlo (HUN) – 1:56.66 I CR
Silber: GODDARD James (GBR) – 1:57.84
Bronze: ROGAN Markus (AUT) – 1:59.39

Dinko: „Ich habe mir selbst vertraut und meine Kräfte richtig dosiert eingesetzt“
In lockeren 1:57.02 Minuten schwimmt Dinko Jukic ins Finale über 200m Schmetterling. „Der Rennverlauf war ähnlich wie am Vormittag. Ich habe mir den Luxus erlaubt nur 80% meiner Kräfte einzusetzen. Auf dem letzten 50er hätte ich noch mehr rausholen können, aber das war nicht nötig“, sagt der Delfinspezialist. Das morgige Finale sieht der Wiener als Olympia-Generalprobe: „Laszlo und Bence haben die ungarischen Fans im Rücken. Die Halle wird verrückt spielen. Die gleiche Situation wird in London sein, wenn Michael Phelps am Start steht. Das heißt, ich kann mich schon auf diese Situation einstellen und einen kühlen Kopf bewahren.

Semifinale - 200m Schmetterling (Finale morgen)
1. Bence Biczo (HUN) – 1:55.72
2. Velimir Stjeponovic (SRB) – 1:56.84
3. Dinko Jukic (AUT) – 1:57.02

Lisa lächelt wieder
Am Vormittag, im Vorlauf, waren die 200m Lagen für Lisa Zaiser eine Qual. Am Abend, im Semifinale, fand sie wieder Spaß am Schwimmen. Das sah man. Die Schülerin aus Kärnten schlägt nach 2:14.90 Minuten an und bleibt nur 1,54 Sekunden über der Olympianorm (2:13.36). Im Nachhinein betrachtet war die (negative) Erfahrung am Vormittag ein wichtiger Lernprozess: „Seit den Staatsmeisterschaften in Graz hat jeder vom Olympialimit gesprochen. Alles hat sich nur noch um London gedreht. Das hat viel Energie gekostet.“ Im Vorlauf war Lisas Kopf zu voll („Die Erwartungshaltung war einfach riesig“), im Semifinale ist sie einfach drauflos geschwommen - ohne Erwartungen, ohne nachzudenken. Und: Es hat funktioniert: Lisa lächelt wieder. Sie hat ihr erstes Semifinale auf der Langbahn mit Rang 10 bravurös beendet.

Semifinale - 200m Lagen 
10. Lisa Zaiser (AUT) – 2:14.90

 

IMPRESSIONEN (c) Agentur Diener

 

PREVIEW - Donnerstag, 24. Mai (Vorläufe ab 9:30 Uhr; Semi- und Finalläufe ab 17:00 Uhr)
* 200m Brust Damen: Sandra Swierczewska  
* 100m Freistil Herren: Christian Scherübl, Martin Spitzer
* 100m Schmetterling Damen: Birgit Koschischek
* 800m Freistil Herren: David Brandl
*4x200m Freistil Damen: Aufstellung wurde von den Trainern noch nicht bekannt gegeben

Live-Timing & Ergebnisse unter  www.omegatiming.com I Live-Stream unter www.len.eu/cms?events+championships+debrecen2012+schedule

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