Damen-Nationalteam auf dem Weg nach vorne
Mit gemischten Gefühlen fuhr das Damen-Nationalteam zum ersten großen internationalen Auftritt, einem Einladungsturnier in Budapest. Wasserball ist in Ungarn Nationalsport, man war daher auf stärkste Gegnerinnen gefasst. Ein Bericht von BERNARD STEJSKAL
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| Österreichs Wasserball-Damen zeigen Teamgeist. |
Mit einem Nachwuchsteam von Honved Budapest, mit dem sehr hoch einzuschätzenden Team von Mladost Zagreb, mit einem Holländischen Team mit 2 Olympiasiegerinnen in ihren Reihen, mit der Landesauswahl von Nord-Rhein-Westfalen, und schließlich Toulouse aus Frankreich, war das Turnier (15. bis 17. Juni) hochkarätig besetzt. Wie man sich selbst einschätzen durfte, war schwer zu beantworten.
Das erste Spiel startete unter ungünstigen Voraussetzungen. Im Freitag Abendverkehr das Bad nicht gleich gefunden, kam man nur 45 Minuten vor dem Spiel zum Becken, während die anderen Teams schon seit 2-3 Tagen vor Ort trainieren hatten können. Unsere Damen fanden zu keinem Zeitpunkt in das Spiel gegen Mladost Zagereb. Obwohl man mit einer Niederlage zu rechnen hatte, war das Ergebnis von 25:4 dennoch ernüchternd. Noch am Abend wurden alle Details des Spiels analysiert. Man wollte sich am nächsten Tag jedenfalls rehabilitieren. Gegen die Landesauswahl von Nord-Rhein-Westfalen gelang das auch auf der ganzen Linie. Das Spiel stand lange auf des Messers Schneide, doch unsere Damen verloren nicht die Nerven. Im letzten Viertel gelang dann auch alles und man konnte mit 15:10 sogar recht deutlich gewinnen. Das bedeutete aber, dass man als Gruppenzweiter gegen die späteren Turniersieger, MNC Dortrecht antreten musste. Das mit zwei Olympiasiegerinnen in ihren Reihen sehr gut organisierte und schwimmstarke Team war zwar auch eine Nummer zu groß für uns, immerhin gelangen 8 Tore aus teilweise sehenswerten Kombinationen und wurde phasenweise auch couragiert verteidigt. Im Spiel um den 3. Platz war unser Team leider schon an zwei Positionen der ersten Aufstellung geschwächt. Eine Spielerin mit Angina, die andere mit einem geprellten Daumen außer Gefecht, ließ unsere Ersatzbank entscheidend schrumpfen. Dennoch gelang drei Viertel eine passable Leistung. Das 3. Viertel jedoch wurde verschlafen und hatte man bis zur Halbzeit sogar an einen Überraschungssieg gedacht, blieb am Ende mit 12:22 neben dem Ärger über die vergebene Chance nur die Freude über 12 geschossene Tore.
Für die Spielerinnen und die Trainer war dieser erste Auftritt jedenfalls ein starkes Lebenszeichen des österreichischen Damenwasserballs. Von allen Seiten wurden die Leistungen gewürdigt. Über den Sommer wird nun vor allem an der Kondition zu arbeiten sein, um im Herbst bei neuerlichen Teamcamps auch das Spielerische weiter verbessern zu können.
Österreich – Mladost Zagreb 4:25 (0:7, 0:5, 2:8, 2:5)
Österreich – NRW 15:10 (3:4, 3:1, 3:3, 6:2)
Österreich – MNC DORTRECHT 8:22 (0:8, 2:6, 4:5, 2:5)
Österreich – Honved Budapest 12:22 (3:5, 4:4, 2:9, 3:4)








