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  • WM Barcelona / 19.7 - 4.8

    WM Barcelona

Finaltraum geplatzt

Österreichs erfolgreichster Schwimmer Markus Rogan wird im Halbfinale über 200m Lagen disqualifiziert.

Bitter! Ein fassungsloser Rogan

Eigentlich sollte für Markus Rogan die Aufregung im Vorfeld von Olympia schon Gewohnheit sein, doch Österreichs Fahnenträger – zum 4. Mal bei Olympischen Spielen dabei - war vor dem 200m Lagen Semifinale so nervös, wie schon seit Jahren nicht mehr. "Ich hatte große Angst. Angst davor, dass das heute mein letzter Tag als Schwimmer ist. Ich habe vergangene Nacht nicht schlafen können", so der 30-jährige.

 

Dazu kam, dass nicht etwa die gewohnten Rückendistanzen auf dem Programm standen, sondern die für ihn „neuen“ 200m Lagen. Im Becken merkte man von Rogans Unsicherheit nicht viel. Am Vormittag qualifizierte er sich als Achter in 1:58,66 Minuten souverän fürs Halbfinale. Die Stunde der Wahrheit kam dann Mittwoch abends, 20:43 Uhr Ortszeit, im ersten Semifinal-Heat. Der zweifache Silbermedaillengewinner von Athen startete auf Bahn sechs, unmittelbar neben den US-Superstars Michael Phelps und Ryan Lochte. Er wollte zum insgesamt vierten Mal in ein Olympia-Finale einziehen, einmal mehr nach Edelmetall – es wäre sein drittes – greifen.


Nach der verpatzten 4x200m Freistil-Staffel blieb nur noch eine Chance. Das 200m Lagen-Rennen. Das Rogan`sche Ziel: Ein Platz im Finale. Sein Start war verhalten, schnell verlor er gegen Phelps an Boden, auf der Brust- und Rückenlage holte er auf, schob sich auf Platz vier vor, die letzten 50m aber blieb der Rogan-Turbo aus. 1:58,81 Minuten - Platz vier. Eine gute Leistung, aber ob sie reicht?


Dann der Schock: Auf der Anzeigentafel leuchtet „Markus Rogan – disqualified“ auf. DISQUALIFIKATION wegen eines zu frühen Delphin-Beinschlages nach der Rücken-Lage. Delegationsleiter Thomas Gangel reicht mit Markus Rogan den Protest ein, zur gleichen Zeit zieht der Südafrikaner Chad Le Clos, Olympiasieger über 200m Schmetterling, seinen Finalstart zurück. „Ich hätte keine Chance auf eine Medaille", so die Begründung von Chad Le Clos.  Markus wäre, wenn der Protest durchgeht, also Achter und für den Endlauf am Donnerstag startberechtigt.

30 Minuten Hoffnung, doch das Happy End bleibt aus. Das Protestkomitee bestätigt den Kampfrichterentscheid. Rogan bleibt disqualifiziert. „Ich fühle eine unendliche Leere, es ist ein Schock für mich, ich wollte unbedingt noch einen Tag länger schwimmen ...“

 

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